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Landratsamt Günzburg

Denkmalschutz

Denkmale sind von Menschen geschaffene Sachen oder Teile davon aus vergangener Zeit, deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung im Interesse der Allgemeinheit liegt.

Baudenkmale sind bauliche Anlagen oder Teile davon aus vergangener Zeit, die die genannten Voraussetzungen erfüllen, einschließlich ihrer historischen Ausstattungsstücke. Zu den Baudenkmalen kann auch eine Mehrheit von baulichen Anlagen (Ensemble) gehören, und zwar auch dann, wenn nicht jede einzelne dazugehörige bauliche Anlage die Voraussetzungen eines Denkmales erfüllt, das Orts-, Platz- oder Straßenbild aber insgesamt erhaltenswürdig ist.

Ein Denkmal liegt somit immer dann vor, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind. In der Denkmalliste, die bei den Gemeinden und beim Landratsamt Günzburg aufliegt, werden die bisher bekannten Baudenkmale und Ensembles deshalb nur zur Klarstellung eingetragen und fortgeschrieben. Ein Objekt kann somit auch ein Denkmal sein, ohne in der Liste eingetragen zu sein! Bei Zweifelsfragen wenden Sie sich deshalb bitte an uns.

Die Erhaltung von Denkmalen wird immer mehr zu einer wichtigen Aufgabe – die Zeit lässt sich nicht aufhalten! Deshalb geht es heutzutage nicht mehr nur um den Erhalt historischer Prunkstücke wie Schlösser und Kirchen, sondern ganz allgemein um Zeugnisse unserer lebendigen Vergangenheit. Gewachsene Stadt-und Ortsbereiche, Ensembles mit Wohnquartieren, Straßenzügen und Plätzen, aber vor allem auch Einzelbauten wie alte Bauern-oder Wohnhäuser bedürfen besonderer Anstrengungen zum Erhalt. Auch Kleinigkeiten wie ein geschmiedetes Wirtshausschild, eine alte Türe oder auch nur ein Türbeschlag können erhaltenswert sein – als Erinnerung an die handwerklichen Leistungen unserer Vorfahren. Alle diese historischen Kulturgüter stellen somit aussagekräftige Zeugnisse für die Entwicklung unserer Gemeinden dar. Sie sind es auch, die ihren Charakter bestimmen und Erinnerungen, ein Gefühl der Vertrautheit und Identität wecken.

Da Bauland teuer geworden ist, gilt daher wer eine Immobilie erwerben möchte, sollte ein altes, denkmalgeschütztes Haus nicht gleich ausschließen. Denkmalgeschützte Gebäude sind nicht nur schön und repräsentativ, sie sind auch steuerlich lukrativ. Baudenkmäler stoßen bei Immobilienkäufern insbesondere unter steuerlichen Gesichtspunkten auf Interesse. Die Gebäudeherstellungskosten für Baudenkmäler können über einen Zeitraum von zehn Jahren mit jährlich bis zu 10 % abgesetzt werden. Voraussetzung ist, dass die Denkmaleigenschaft bereits vor Aufnahme der Bauarbeiten anerkannt ist. Beim Landesamt für Denkmalpflege ist hierzu eine eigene Steuerstelle installiert, bei der man sich Rat holen kann. Schließlich gibt es auch noch die Möglichkeit, auf vielfältige Fördermöglichkeiten zurückzugreifen.