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Landratsamt Günzburg

Bereich Nord

Überschwemmungsgebiet der Mindel im Bereich des Landkreises Günzburg

Festsetzung eines amtlichen Überschwemmungsgebietes der Mindel im Bereich des
Landkreises Günzburg – Bereich Nord

Mit Verordnung vom 12.8.2016 hat das Landratsamt Günzburg das Überschwemmungsgebiet der
Mindel amtlich festgesetzt.
 
Bereich Nord:

in den Städten / Märkten / Gemeinden

in den Gemarkungen

Verwaltungsgemeinschaft

Burgau

Burgau

 

Dürrlauingen

Dürrlauingen, Mindelaltheim

Haldenwang

Rettenbach

Remshart,Rettenbach

Offingen

Offingen

Schnuttenbach, Offingen

Offingen

Gundremmingen

Gundremmingen

Offingen

Es liegen folgende Unterlagen zugrunde:
 
Hinweis: Die örtliche Zuordnung der jeweiligen Detailkarten ist aus dem Übersichtslageplan anhand der Kartennummer ersichtlich.
 
Verordnung
Erläuterung
Übersichtslageplan

Detailkarte 3.1
Detailkarte 3.2
Detailkarte 3.3
Detailkarte 3.4
Detailkarte 3.5
Detailkarte 3.6
Detailkarte 3.7
Detailkarte 3.8
Detailkarte 3.9
Anlage 4 „Vorgehensweise bei der Ermittlung von Überschwemmungsgebieten“

Ergänzende Hinweise (kein Teil der Amtlichen Bekanntmachung):
 
Im amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebiet der Mindel ist gemäß § 78 Abs. 1 des Wasserhaushalts-
gesetzes - WHG - untersagt:

  1. die Ausweisung von neuen Baugebieten in Bauleitplänen oder sonstigen Satzungen nach dem
    Baugesetzbuch, ausgenommen Bauleitpläne für Häfen und Werften,
  2. die Errichtung oder Erweiterung baulicher Anlagen nach den §§ 30, 33, 34 und 35 des Baugesetzbuchs,
  3. die Errichtung von Mauern, Wällen oder ähnlichen Anlagen quer zur Fließrichtung des Wassers bei
    Überschwemmungen,
  4. das Aufbringen und Ablagern von wassergefährdenden Stoffen auf dem Boden, es sei denn, die Stoffe
    dürfen im Rahmen einer ordnungsgemäßen Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden,
  5. die nicht nur kurzfristige Ablagerung von Gegenständen, die den Wasserabfluss behindern können oder
    die fortgeschwemmt werden können,
  6. das Erhöhen oder Vertiefen der Erdoberfläche,
  7. das Anlegen von Baum- und Strauchpflanzungen, soweit diese den Zielen des vorsorgenden Hochwas-
    serschutzes gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und § 75 Abs. 2 WHG entgegenstehen,
  8. die Umwandlung von Auwald in eine andere Nutzungsart.

Dies gilt nicht für Maßnahmen des Gewässerausbaus, des Baus von Deichen und Dämmen, der Gewässer- und
Deichunterhaltung, des Hochwasserschutzes sowie für Handlungen, die für den Betrieb von zugelassenen Anla-
gen oder im Rahmen zugelassener Gewässerbenutzungen erforderlich sind. Das Landratsamt Günzburg kann
unter den Voraussetzungen des § 78 Abs. 2, 3 und 4 WHG Ausnahmen zulassen.
 
Nach § 9 Abs. 4 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbe-
triebe (VAwS) gelten darüber hinaus im vorläufig gesicherten wie im amtlichen Überschwemmungsgebiet ver-
schärfte Anforderungen an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sowie nach § 19 Abs. 1
S. 2 VAwS eine zusätzliche Prüfpflicht für alle Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen der Ge-
fährdungsstufe "B" (insb. Heizöl- und Dieseltanks über 1.000 bis 10.000 Liter) durch Sachverständige.

Weitere Hinweise:

  • Ein ausdrückliches Umbruchverbot von Grünland ist in der Verordnung zum Ü-Gebiet nicht enthalten,
    aber oftmals aufgrund naturschutzrechtlicher Regelungen zu beachten. Bitte, erkundigen Sie sich des-
    halb unbedingt bei der unteren Naturschutzbehörde (Tel. 08221-95-312), bevor Sie Grünland umbre-
    chen!
  • Für die Städte, Märkte und Gemeinden Ursberg, Balzhausen, Thannhausen, Neuburg a. d. Kammel,
    Münsterhausen, Burtenbach, Jettingen-Scheppach und Kammeltal erging eine gesonderte Verordnung.

Ihr Direktkontakt zu uns!

Peter Kaufmann
Tel.: 08221 / 95 330
E-Mail: P.Kaufmann@landkreis-guenzburg.de