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Landratsamt Günzburg

Blauzungenkrankheit

Der Landkreis Günzburg ist bereits seit dem 6. Februar 2019 zum Sperrgebiet aufgrund der Blauzungenkrankheit in Baden Württemberg erklärt worden. Mit der 4. Änderung der Allgemeinverfügung werden die Bedingungen für das Verbringen von Rindern von betroffenen Gebieten in freie Gebiete erheblich erschwert.

Zum Schutz vor der Verbreitung der Blauzungenkrankheit bestehen um die Ausbruchsbetriebe Restriktionszonen, die zu Verbringungsbeschränkungen von Wiederkäuern aus diesen Gebieten führen: Ab dem 18.5.2019 können Kälber aus den Restriktionszonen in freie Gebiete in Deutschland nur noch verbracht werden, wenn sie von geimpften Muttertieren stammen. Hintergrund ist eine aktualisierte Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) nach der die bisher geltenden Verbringungsregelungen zwischen den Ländern nicht mehr aufrechterhalten werden können. Das FLI stuft das Risiko der Verschleppung der Blauzungenkrankheit im Zeitraum von Mai bis Oktober aufgrund der Übertragung durch Insekten als hoch ein. Die bislang geltenden Verbringungsregelungen standen unter dem Vorbehalt einer neuen Risikobewertung durch das FLI und hätten längstens bis 30.6.2019 gegolten.

Das Tierseuchenrecht sieht vor, dass um Betriebe, die von der Blauzungenkrankheit betroffen sind, eine Restriktionszone von 150 Kilometern eingerichtet wird. Die genaue Abgrenzung erfolgt in Bayern durch die Landratsämter. Sie erlassen dazu vor Ort Allgemeinverfügungen. Beim Handel mit Tieren aus der Restriktionszone kommt es zu Beschränkungen. Das Verbringen in Mitgliedstaaten und Gebiete, die offiziell als frei von Blauzungenkrankheit anerkannt sind, ist nur bei Einhaltung bestimmter unionsrechtlichen Bestimmungen möglich, zum Beispiel bei bestehendem Impfschutz gegen die Blauzungenkrankheit. Bisher gibt es in Bayern keinen Ausbruch der Blauzungenkrankheit. Die Restriktionszonen in Bayern gehen auf Ausbrüche in anderen Ländern zurück.

Die Impfung der Rinderbestände ist allerdings auf absehbare Zeit die einzige Möglichkeit, damit Rinder wieder deutschlandweit gehandelt werden können.

Für das Verbringen außerhalb des Restriktionsgebietes werden auch für Schafe und Ziegen neue Tierhaltererklärungen eingestellt, auf denen die Herden- bzw. die Einzeltierimpfung eingetragen werden muss.

Für Schlachttiere bleiben die bisherigen Regelungen gültig. Sie können aus gemaßregelten Gebiete in freie Gebiete verbracht werden, wenn die Tiere von einer Tierhaltererklärung begleitet sind und unmittelbar zur Schlachtung kommen.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) informiert auf seiner Internetseite umfassend über Übertragungswege, Erkennungszeichen und Bekämpfungsmethoden der Krankheit sowie die aktuellen Verbringungsregelungen.

Weiterführende Informationen sind abrufbar unter:

Ihr Direktkontakt zu uns!

Dr. Franz Schmid
Tel.: 08221 / 95 706
E-Mail: F.Schmid@landkreis-guenzburg.de