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Landratsamt Günzburg

Abschluss der Antragsphase für das Vertragsnaturschutzprogramm

Untere Naturschutzbehörde zieht positive Bilanz

Kiebitzgelege in einer VNP-Wiese

Die Antragsphase für die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen für 2021 ist abgeschlossen. Für 83 ha konnten im Landkreis Günzburg zusätzliche Vereinbarungen über das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) abgeschlossen werden. Das VNP fördert z. B. eine extensive Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden mit Düngeverzicht oder Düngung nur mit Festmist. „Damit erhöht sich die Bewirtschaftung nach den Vorgaben des VNPs im Landkreis Günzburg auf 463 ha. Das ist eine Steigerung von mehr als 20 Prozent“, freut sich die Biodiversitätsberaterin Judith Kronberg der unteren Naturschutzbehörde. „Insbesondere im Mindeltal, einem der Schwerpunktgebiete des Naturschutzes im Landkreis Günzburg, konnten zusätzlich 26 ha ins VNP aufgenommen werden. Viele Flächen im Mindeltal befinden sich auf ehemaligen Moorstandorten. Diese sind schwer zu bewirtschaften und bringen den Bewirtschaftern meist schlechte Erträge. Für den Naturschutz ist die extensive Bewirtschaftung solcher Standorte ein großer Gewinn. Teils sind die Flächen Lebensraum für seltene Wiesenbrüter wie Großer Brachvogel und Kiebitz. Werden die Wiesen erst ab Mitte Juni gemäht, sind die Küken im besten Fall schon flügge.“ erläutert Kronberg. „Über die Hälfte der Verlängerungen und Neuvereinbarungen konnten in den Schwerpunktgebieten des Naturschutzes abgeschlossen werden.“ erklärt Josef Schmid, Naturschutzreferent an der unteren Naturschutzbehörde. „Im Landkreis Günzburg entfallen die Schwerpunktgebiete vor allem auf die Talauen wie Mindeltal, Kammeltal und Günztal. Die übrigen ins VNP aufgenommenen Flächen dienen zum Aufbau des Biotopverbundes“.

Während des gesamten Jahres bieten die Fachkräfte der Unteren Naturschutzbehörde VNP-Beratung an. Landwirte, die Flächen in den Flusstälern oder anderen für den Naturschutz bedeutsamen Gebieten bewirtschaften und Interesse an der Förderung einer extensiven Bewirtschaftung haben, können sich an die untere Naturschutzbehörde wenden.

Antragsschluss für das VNP Wald ist der 31. Mai. Hierüber kann z. B. der Erhalt von Biotopbäumen oder der Nutzungsverzicht auf vom Biber überstauten Flächen gefördert werden. Mögliche Kulissen sind Natura 2000-Gebiete oder Bereiche, in denen durch das VNP Wald geschützte Arten, wie beispielsweise Fledermäuse, gefördert werden können. Auch hier beraten die Fachkräfte der unteren Naturschutzbehörde gerne.

Ansprechpartner an der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Günzburg:

Judith Kronberg: 08221-95384, j.kronberg@remove-this.landkreis-guenzburg.de

Josef Schmid: 08221-95343, j.schmid@remove-this.landkreis-guenzburg.de

>>> Weitere Informationen zur Natur- und Landschaftspflege